EssMedizin für dich

Der richtige Weg zur richtigen Ernährung

Mangel oder Störfall – ist der moderne Mensch

auf dem Weg zur Schwachsinnigkeit?

 

Die Signalübertragung im Mensch benötigt Botenstoffe. Eine Gruppe dieser Botschafter sind Hormone. Sie werden von Drüsen erzeugt und übermitteln wichtige Informationen an Organe und Gewebe. Die Übertragung verläuft mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Das Stresshormon Adrenalin z.B., wirkt sehr schnell nach der Ausschüttung, Steroidhormone hingegen, zu denen die Sexualhormone gehören, kommen erst nach einigen Stunden am Zielort an und entfalten ihre Wirkung.

 

Eine dieser hormonproduzierenden Drüsen ist die Schilddrüse. Sie und schmiegt sich schmetterlingsförmiges unterhalb des Kehlkopfes um die Luftröhre. Aus zwei Komponenten, Eiweiß (Thyreoglobulin) und Jod, produziert sie die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese werden an das Blut abgegeben und erreichen so ihre Zielorte. Häufig wird angenommen, dass nur die Schilddrüse Jod benötigt. Es benötigt aber jede Körperzelle Jod. Jod wird somit zu einem zellulären Multitalent.

 

Jod ist beteiligt an der:

  • Bildung von Schilddrüsenhormonen und Geschlechtshormonen
  • Stresshormonen und Neurotransmittern
  • schützt vor freien Radikalen
  • ist unverzichtbar für die vollständige Hirnreifung des Fötus
  • wirkt toxischen Schwermetallen und Halogenen (Brom, Fluor, Chlor) entgegen
  • bekämpft Bakterien und Viren
  • ist ein Regulator für Zellwachstum und Zellteilung

 

Ohne Schilddrüsenhormone gibt es keine

gesunde Gehirnentwicklung, Jod spielt dabei eine wichtige Rolle.

Jod ist also nicht nur für die gesunde Schilddrüse wichtig, sondern auch für die gesunde Prostata, die Brustdrüsen, die Eierstöcke, die Nebennieren, den gesamten Magen-Darm-Trakt und besonders für die gesunde Gehirnentwicklung. Generell ist an eine suboptimale Jodversorgung immer dann zu denken, wenn Störungen der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis, Hypothyreose, kalter Knoten, Kropf/Struma), unerklärbare chronische Müdigkeit und Erschöpfung und unklare Infekte gehäuft auftreten. Aber auch chronische Stressbelastungen (Nebennierenschwäche), Verhaltensanomalien (ADHS, ASS, Autismus), Migräne, Zysten und Knoten der weiblichen Brust, Erkrankungen der Gebärmutter, Änderungen des Cholesterinspiegels, Magen- Darmstörungen und depressive Verstimmungen sind jodgesteuert und verbessern sich häufig durch eine Jod-Substitution. Aus ernährungsbiochemischer Sicht sind jedoch die Zeiten des Jodmangels in der Nahrung in Europa vorüber. Warum aber kommt es in unsere Gesellschaft gehäuft zu Störungen der fötalen Hirnentwicklung und Störungen der Schilddrüsen-funktion? Gibt es hier Parallelen? Lassen Sie uns in das ausgehende 18. Jahrhundert zurückblicken. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmalig der „missgestaltete Schwachsinnige “, der Kretin beschrieben. Das Fehlen oder die Unterfunktion der Schilddrüse aufgrund eklatanten Jodmangels konnte für die schweren Entwicklungsstörungen verantwortlich gemacht werden. Und was ist heute, in Zeiten guter Jodversorgung passiert? Geht Jod verloren oder greifen andere Stoffe in den natürlichen Jodstoffwechsel im Körper ein? Eine Hypothyreose, deren Vollbild der Kretinismus ist, tritt statistisch gesehen, jetzt häufiger als früher in unsere Gesellschaft auf. Ebenso Entwicklungsschäden des Gehirns.

 

Die Ursachensuche ist komplex

Der Bogen ist weit gespannt. Woran wir selten denken, ist der Umstand, dass im Periodensystem das Elemente Jod neben den anderen Halogenen Fluor, Chlor und Brom steht.  Das bedeutet, alle anderen Halogene können das Jod in seiner Funktion bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen stören. Dieser Umstand legt schon eine erste Spur bei der Ursachenforschung. Die Suche nach sogenannten Jodfängern und anderen „endokrinen Störsubstanzen“ (Disruptoren) kann beginnen.  Kein Lebensbereich bleibt verschont. Wir finden diese Stoffe in Plastikprodukten, Pflanzendüngern, in Kosmetikartikeln, in Flammschutzmittel (Polstermöbel, Babykleider, Handys, Spielkonsolen, Computer) und vielen anderen Gebrauchsgüterbereichen. Die gefährlichen Störenfriede heißen z.B. Parabene, Phthalate (Weichmacher in Plastikartikel), Tetrabrombisphenol, polybromierte oder polychlorierte Biphenyle (PBB, PCB) und unzählige mehr. Sie sind teilweise krebserregend oder als endokrine Disruptoren an Gehirnstörungen und Unfruchtbarkeit beteiligt. Diese Stoffe stören den Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel und damit die zahlreichen Entwicklungsprozesse des Menschen. Endokrin wirksame Stoffe finden sich aber auch in Pflanzen (z.B. Soja-Phytoöstrogene) oder in Medikamenten (Antibaby-Pillen) oder Schilddrüsenhormon-Ersatzpräparate.

 

Die Substitution mit L-Thyroxin reicht häufig nicht

Österreich war als Alpenland fernab der Meere ein Jodmangelgebiet. Unsere Industrie setzt aber auch Unmengen an endokrinen Disruptoren frei. Die Gefahrenpotentiale nehmen zu und Jod fehlt oder wird im Körper zerstört. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bedeutet, dass der Körper nicht ausreichend mit den Schilddrüsenhormonen Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) versorgt werden kann. Häufig zeigt sich dieser Mangel an einer unkontrollierbaren Gewichtszunahme, Müdigkeitserscheinungen, häufigem Frieren, Haarausfall und Depressionen. Normalisieren sich unter L-Thyroxin die Laborwerte, bleiben die Hashimoto-Erscheinungen jedoch bestehen, muss eine neuerliche Spurensuche beginne. Fehlernährung, Belastungen mit Würmer, Epstein Barr Virus-Infekte und chronische Borreliose können weiter Krisenherde darstellen. Ebenso Medikamente die zu Darmstörungen führen. Es ist deshalb sinnvoll bei Schilddrüsenstörungen mit einer Beseitigung der Darmschleimhaut-Entzündung zu beginnen. Flohsamenschalen und hochwertigen Ölen (Schwarzkümmelöl), Herb und Bitterstoffen (MYRO-Serie, Nature Est Life DARM, Ginseng, Mongolischer Trangant), fermentierten Lebensmittel, (Sauerkraut, Nature Est Trinkshots) unterstützen das Mikrobiom des Darms. Laktobazillen säuern den Darm an, stärken die Darmflora und mindern die Bildung der Autoantikörper. Lassen Sie sich von uns beraten. Wir müssen gemeinsam auf die gesunde Schilddrüse achten. Ohne sie zerstören wir unser Gehirn und degenerieren schön langsam.

 

Univ. Prof. Mag. Dr. Florian Überall

Ganzheitliche Ernährungsberatung

 

Valiergasse 62, 3/Top 6 - 6020 Innsbruck, Austria

E-Mail: info@florianueberall.at

 

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